Kaum zu glauben, dass ...
- eine runde Sache ein besonders gelungenes Ereignis darstellt
- eine dicke Freundschaft meist das ganze Leben lang hält
- eine fette Beute einen Piraten sehr erfreute.
Rund, dick, fett, das sind Begriffe, die die wenigsten Kinder und Jugendlichen auf sich selbst beziehen wollen, denn Dicksein hat, anders als in unserer Sprache, ein schlechtes Image: nicht schön, nicht attraktiv, nicht begehrenswert. Mädchen und Jungen wollen schlank sein. Jedes zweite Mädchen im Jugendalter möchte ihr Gewicht reduzieren und 10-Jährige haben schon Diäterfahrung. Die Diät soll einen perfekten Körper formen, das eigene Aussehen dem geltenden Schönheitsideal anpassen und die Hoffnung auf Anerkennung, Erfolg und Begehrt-Sein, also auf ein problemloses Leben, erfüllen.
Diät zu halten bedeutet, ständige Kontrolle über die aufgenommenen Essensmengen und daraus folgend Verzicht auszuüben sowie ein dauerndes Hungergefühl zu spüren, das durch die zu geringe Nahrungsaufnahme bedingt ist. Die Gefahr dabei: Hungern wird damit verwechselt, Kontrolle über den eigenen Körper zu haben, und Abnehmen bringt zunächst viel Anerkennung, so dass es schließlich nicht mehr aufgegeben werden kann. Der Weg in die Magersucht ist dann eingeschlagen. Fließend kann auch der Übergang in die Bulimie geschehen, wenn die Kontrolle versagt und der natürliche Hunger oder der Appetit die Oberhand gewinnt. Ca. 60 % der restriktiv Magersüchtigen können ihr reines Hungersystem nicht mehr aufrechterhalten. Es kommt gelegentlich, dann öfter zu Heißhungeranfällen. Hin- und hergerissen zwischen Schuldgefühlen und Ängsten wegen der Nahrungsaufnahme und der Lust und der Notwendigkeit, sich etwas zu essen zuzuführen, wählen Jugendliche auf dem Weg zu einer guten Figur den Weg, den sie für einen Kompromiss zwischen beiden Polen halten: essen und dann das Essen durch Erbrechen ungeschehen machen.
Kinder und Jugendliche mit Übergewicht sind oft großen psychischen Belastungen ausgesetzt. Denn was bei Erwachsenen so gerade eben noch toleriert wird, gilt für sie nicht: Hänseleien gegen dicke Kinder und Jugendliche haben meistens zum Inhalt, dass diese träge, dumm und faul sind. Diäten sind sowohl in dieser Altersgruppe als auch bei Erwachsenen wirkungslos und/oder gefährlich. Erfolgversprechender für Kinder und Jugendliche ist es dagegen, zu lernen, wie man genussvoll und gleichzeitig gesund isst, wie man mit dem Überfluss an angebotenen Nahrungsmitteln umgeht, wie man im Gleichgewicht zwischen Nahrungsaufnahme und körperlicher Aktivität leben kann und dass der Wert der eigenen Person mehr umfasst als nur Äußerlichkeiten, z.B. eine perfekte Figur.
Kinder und Jugendliche mit Übergewicht sind oft großen psychischen Belastungen ausgesetzt. Denn was bei Erwachsenen so gerade eben noch toleriert wird, gilt für sie nicht: Hänseleien gegen dicke Kinder und Jugendliche haben meistens zum Inhalt, dass diese träge, dumm und faul sind. Diäten sind sowohl in dieser Altersgruppe als auch bei Erwachsenen wirkungslos und/oder gefährlich. Erfolgversprechender für Kinder und Jugendliche ist es dagegen, zu lernen, wie man genussvoll und gleichzeitig gesund isst, wie man mit dem Überfluss an angebotenen Nahrungsmitteln umgeht, wie man im Gleichgewicht zwischen Nahrungsaufnahme und körperlicher Aktivität leben kann und dass der Wert der eigenen Person mehr umfasst als nur Äußerlichkeiten, z.B. eine perfekte Figur.


