Caritasverband der Erzdiözese
München und Freising e.V.
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Geprüft und empfohlen
Essstörungen - nichts für MännerSelten nur kommt es vor, dass sich ein essgestörter Mann 'outet'. Das gilt für den privaten Freundeskreis, aber auch für Männer, die in der Öffentlichkeit stehen. Deren Bekenntnis zu einer bestehenden Essstörung könnte auch andere Männer ermutigen, ihr Problem zu akzeptieren und sich Hilfe zu suchen. Einer der wenigen Ausnahmen war im Jahr 2004 der 'Kultautor' Benjamin Stuckrad-Barre, der sich in einer Talkshow freimütig über seine Bulimie äußerte. Von anderen 'Promis', vor allem von leichtgewichtigen Sportstars, fehlt ein solches Bekenntnis noch, obwohl deren äußerer Zustand und vereinzelte Schlagzeilen in den Medien nicht nur in den Augen von Laien deutlich für eine Essstörung sprechen.

Es ist schwer für einen Mann, ausgerechnet eine Essstörung zu haben: Magersucht und Bulimie, diese Begriffe sind schon fast ein Synonym für Weiblichkeit. Und dennoch: auch Männer haben Essstörungen. Mehr Männer als Frauen sind adipös, in anonymen Internetforen ist die Anzahl der Postings von Männern zu allen Themen erstaunlich hoch. Und es besteht die Befürchtung, dass die Zahl der Essstörungen vor allem bei männlichen Jugendlichen und jungen Männern zunehmen wird. Denn was die Frauen schon seit Jahrzehnten kennen, kommt nun auch auf die Männer zu: auch sie werden nun regelrecht belagert von Diättipps, Schönheitsnormen und unerreichbaren Körper-Vorbildern.

Essstörungen werden bei Männern spät erkannt.

Die Symptome der einzelnen Essstörungen bei Jungen und Männern gleichen denen bei Mädchen und Frauen weitgehend - mit Ausnahme biologisch bedingter Unterschiede. Dennoch werden Essstörungen bei Männern später erkannt. Sie leiden im Durchschnitt bereits seit sieben Jahren an einer Essstörung, ehe sie erstmals eine Therapie beginnen, im Vergleich zu vier Jahren bei Frauen. Die generell geringere Neigung von Männern, sich in eine psychotherapeutische Behandlung zu begeben, sowie die spezielle Scheu, dies gerade mit einer Essstörung zu tun, tragen zu diesem längeren Krankheitsverlauf und damit der größeren Gefahr der Chronifizierung bei.

Unser Angebot für Jungen und Männer mit Essstörungen ist, entsprechende Nachfrage von Jungen/Männern vorausgesetzt, identisch mit dem für Mädchen und Frauen und besteht aus Beratung zur Klärung der Situation, Ernährungsberatung, Einzelbehandlung sowie Gruppentherapie.




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