Caritasverband der Erzdiözese
München und Freising e.V.
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Geprüft und empfohlen
Übergewicht

Von Übergewicht spricht man, wenn der Body-Mass-Index (BMI) zwischen 25 und 30 liegt. Adipositas bedeutet, einen BMI über 30 zu haben.

Die Begriffe Übergewicht und Adipositas bezeichnen keine Essstörungen, sondern sind lediglich eine Klassifizierung des Gewichts, hinter dem sich eine Essstörung verbergen kann.

Übergewicht ist die Folge von zu hoher Energiezufuhr oder von Stoffwechselstörungen. Um ein Kilo zuzunehmen, bedarf es der Aufnahme von 7000 Kcal.

Übergewicht

  • der Binge-Eating-Störung 
  • Ess-Attacken, die ihre Ursache in anderen psychischen Störungen haben 
Übergewicht und Adipositas ist für viele Betroffene in erster Linie ein ästhetisches Problem. Adipöse Menschen sehen sich zudem häufig Beschimpfungen, Diskriminierungen und Pöbeleien ausgesetzt, was bei weniger selbstbewussten Personen zum sozialen Rückzug und zur Einengung des Aktionskreises führen kann.

Ein Teufelskreis entsteht: sozialer Rückzug und Einengung führen zu Frustration und Unzufriedenheit, die durch Essen kompensiert werden. Die verminderte Aktivität bedingt, dass weniger Energie verbraucht wird und verstärkt so die Adipositas. Die weitere Gewichtszunahme erzeugt Scham und Frustration und führt zu weiterer Isolation. Die damit einhergehenden emotionalen Probleme werden durch Essen kompensiert ... Was zunächst keine Essstörung war, wird spätestens jetzt zu einer.

Relativ eindeutig sind die Erkenntnisse der Wissenschaft, dass ab einem bestimmten Maß an Übergewicht die Gesundheit leidet.
Starkes Übergewicht ist oft eine Folge von häufigen Diäten, die nicht zur ersehnten Traumfigur führten, sondern in einen Teufelskreis von Gewichtsabnahme und Gewichtszunahme nach Ende der Diät über den Ausgangspunkt hinaus ('Jo-Jo-Effekt') (interner Link auf FAQ). Ein anhaltender Erfolg war dagegen nicht zu erzielen, weil die Gründe für das esssüchtige Verhalten nicht beseitigt sind. Das Dicksein hat oft die Funktion, vor emotionalen Verletzungen zu schützen und sich abzugrenzen in Situationen, die als seelisch oder körperlich übergriffig erlebt werden.

Betroffene berichten"Meine Essprobleme fingen eigentlich in meiner Kindheit an. Meine Mutter überfütterte mich. Ich musste immer essen, auch wenn ich nicht wollte und ich musste auch immer alles aufessen. Manchmal bekam ich auch noch Nachschlag. Als Kind habe ich schon mal zwei Gänsekeulen mit Beilagen gegessen, sagen meine Brüder. Dementsprechend war ich schon immer pummelig. In der Schule wurde ich dafür gemieden und gehänselt. Ich hatte auch kaum Bewegung, wir gingen selten spazieren und für Sport war keine Zeit und kein Verständnis da. Als Teenager wollte ich dann dünner werden und während meiner Ausbildung hatte ich es geschafft: mit 17 wog ich 58 Kilo und hatte ein normales Gewicht! Danach habe ich geheiratet und zwei Kinder bekommen. Während der Ehe nahm ich fast jedes Jahr ein Kilo zu und gleichzeitig versuchte ich immer wieder, abzunehmen. Ich hatte in meiner Ehe viele Probleme und meine Kinder litten auch darunter. Auch sie bekamen Essstörungen. Das hat mich wachgerüttelt und ich beschloss, etwas zu verändern. Ich habe erkannt, dass ich keinen Bezug mehr zum Essen habe. Ich weiß nicht, wann ich essen soll und wie viel ich brauche. Hunger kenne ich kaum. Ich habe mich immer in mein Schneckenhaus zurückgezogen und war mit mir nie zufrieden. Weder mit meinem Gewicht noch mit meinen Leistungen. Zur Zeit ist jedes kleine Problem schon ein große Hürde, die ich zu überwinden habe, aber ich will mich nicht aufgeben".





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