Caritasverband der Erzdiözese
München und Freising e.V.
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Geprüft und empfohlen
Einzeltherapie

Ziele und Inhalte der Einzeltherapie unterscheiden sich zunächst nicht grundlegend von den Themen der Gruppentherapie. In beiden Therapieformen kommen unterschiedliche Therapieansätze zur Anwendung. Da bei einer Essstörung in der Regel ein komplexes Gefüge aus Entstehungsbedingungen und aufrechterhaltenden Faktoren beteiligt sind, wird einerseits auf der Symptomebene und andererseits an der Hintergrundproblematik gearbeitet.

Übergreifendes Ziel der Therapie ist die Entwicklung eines Verständnisses für mögliche Zusammenhänge zwischen dem essgestörten Verhalten einerseits und den zugrunde liegenden Konflikten andererseits. Voraussetzung für diesen Prozess ist häufig die Entwicklung einer verbesserten Selbst- und Gefühlswahrnehmung. Dies ermöglicht im günstigen Fall zunächst eine zunehmende Akzeptanz der Erkrankung, indem die Betroffenen die Funktion der Essstörung erkennen. Im Verlauf können daraus notwendige Veränderungsschritte abgeleitet werden. Diese umfassen insbesondere die Korrektur des gestörten Essverhaltens, den Erwerb von Selbstkontrollmechanismen sowie das Erarbeiten alternativer Strategien im Umgang mit negativen Gefühlen, Stress und (zwischenmenschlichen) Konflikten.

Das, was bisher die Essstörung „geleistet“ hat, kann bei günstigem Verlauf durch langfristig gesündere und selbstwertstützendere Strategien abgelöst werden. Der Handlungsspielraum der Betreffenden erweitert sich. Sowohl die Einzel- als auch die Gruppentherapie soll die KlientenInnen darüber hinaus darin unterstützen, Rückfällen vorzubeugen bzw. Rückfälle konstruktiv zu nutzen. Die Therapie soll helfen, die sozialen Fähigkeiten zu verbessern und Lebensinhalten, die von Essen und Gewicht unabhängig sind „auf die Spur“ zu kommen.

Für ein besseres Verständnis und eine Akzeptanz der Essstörung und eigener (häufig abgelehnter) Persönlichkeitsanteile werden auch die Entwicklungsbedingungen im biographischen Kontext bearbeitet.

Der geschützte Rahmen der Einzeltherapie erlaubt es, auch sehr schambesetzte oder tabuisierte Themen zu bearbeiten. Einzeltherapie bietet besonders belasteten KlientenInnen ein größeres Ausmaß an Unterstützung. In der Einzeltherapie können Konflikte und Themen, welche innerhalb der Gruppentherapie deutlich werden, aufgegriffen und vertieft werden.


Telefonische Terminvereinbarung:
Montag bis Freitag, 8.30 Uhr bis 13.30 Uhr
089 / 23 11 49-70



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