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Therapeutin mit Dokumenten unterhält sich mit einer Frau | © nullplus - istock

Einzeltherapie bei Essstörungen

Einzeltherapie bei Essstörungen

Eine Kombination von Einzeltherapie mit der Gruppentherapie ist bei der Behandlung der Essstörungen das Mittel der Wahl, wenn nicht ein stationärer (oder anderer) Aufenthalt indiziert ist. Es kommen unterschiedliche Therapieansätze zur Anwendung und es wird insbesondere auf die persönliche Geschichte der Patientin und des Patienten eingegangen um die individuellen Zusammenhänge der Essstörung zu erkennen.

Die notwendigen Veränderungsschritte entwickeln sich in den 3 Bereichen der Behandlung: 

  • Essverhalten
  • Umgang mit dem eigenen Körper (der Körperakzeptanz)
  • Erkennen individueller Zusammenhänge des Essverhaltens mit der eigenen Biographie sowie im sozialen Kontext
  • Stressfaktoren werden benannt, neue Strategien im Umgang zwischenmenschlicher Konflikte erarbeitet, sowie innerpersönliche emotionale Konflikte integriert.

Da eine Essstörung in der Regel aus einem komplexen Gefüge aus Entstehungsbedingungen und aufrechterhaltenden Faktoren besteht, wird sowohl auf der Symptomebene (Umgang mit den Nahrungsmitteln) als auch an der Hintergrundproblematik gearbeitet.

Voraussetzung für diesen Prozess ist häufig die Entwicklung einer verbesserten Selbst- und Gefühlswahrnehmung. Das Erkennen emotionaler Zustände und Erforschen kognitiver Einstellungen sich selbst und den Erlebnissen gegenüber ermöglicht im günstigen Fall eine zunehmende Akzeptanz der Erkrankung und ein tieferes Verständnis zur Funktion der Essstörung.

Der geschützte Rahmen der Einzeltherapie erlaubt es, tabuisierte Themen zur Sprache zu bringen und sich nach Bedarf der Situation entsprechend im eigenen Tempo zu öffnen. Für belastete Klientinnen und Klienten bedeutet die Kombination von Gruppe und Einzeltherapie ein größeres Ausmaß an Unterstützung. Außerdem können in der Einzeltherapie auch Themen, die durch die Gruppe angestoßen wurden in Bezug auf den biographischen Kontext bearbeitet werden.

Das Selbstbewusstsein wird bestärkt, man kommt tieferen Zusammenhängen von Essen und Gewicht "auf die Spur". Die daraus gewonnene neue Freiheit gibt Raum zur Neu-Gestaltung seines Lebensstils in Übereinstimmung eines neugefunden Lebensziels.